Pentaclethra macroloba

Sperberbaum
Pentaclethra macroloba, span.: Gavilán oder Quebracho

Dieser Baum wächst insbesondere in tonreicher Erde und wird als Indikator für schlechte Bodenqualität angesehen. Allerdings ist der Sperberbaum in der Lage, die Bodenqualität zu verbessern, denn er bindet mit seinen Wurzeln Stickstoff mit Hilfe des Rhizobium Bacteriums.
Der Baum kann eine Höhe von 35 bis 40m erreichen und bildet einen breiten Stamm von bis zu mehr als einem Meter Durchmesser aus. Teilweise bildet er kleine Brettwurzeln aus.

Als Mitglied der Mimosenfamilie sind die gefiederten Laubblätter denen des Guanacastebaumes (Enterolobium cyclocarpum) sowie denen des Cojoba arborea sehr ähnlich. Allen gemein ist, dass sich die unzähligen kleinen Blätter des Nachts oder unter Extrembedingungen zusammenfalten.
Eindeutige Abgrenzung kann am leichtesten über die Früchte erfolgen.
Der Sperberbaum hat Samen, die in etwa 30 cm langen sichelartigen Hülsen reifen.

Sind die Samen reif, so werden sie durch einen raffinierten Verteilungsmechanismus verteilt: Die unter Spannung stehenden Hülsen reißen der Länge nach abrupt auf und katapultieren die Samen in alle Himmelsrichtungen. Dabei bleiben die aufgerissenen Hülsen meist am Baum hängen.
Es wird auch von einem Knallgeräusch beim Aufreissen der Hülsen berichtet.

Da der Anblick dieser Hülsen dem Sperbervogel beim Flug gleicht, kam es wohl zu der Namensgebung des Baumes.
Die Samen selbst sind rhomboid und platt. Sie enthalten giftige Substanzen, welche sie vor Samenräubern schützen. Durch diese Eigenschaft und die weiträumige Verteilung der Samen, kann sich schnell eine kleine Kolonie formieren.
Der große Soldatenara ebenso wie andere Aras haben keine Probleme beim Fressen dieser Samen. Sie können kleinere Giftmengen tolerieren und puffern diese durch die Aufnahme tonhaltiger Erde.

Kommerziell wird das qualitativ sehr hochwertige und mittelschwere Holz für Möbel, Böden, Türen, Fensterrahmen sowie als Eisenbahnschwellen genutzt. Es ist sehr widerstandsfähig.

Aus den Samen wird Küchenöl sowie Schmierstoff und Seife gewonnen.

Bäume wie dieser gehören zu unserem Wiederaufforstungsprogramm. Machen Sie mit, verringern Sie Ihren ökologischen Fußabdruck!

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