Guapinol

Hymenaea courbaril, span.: Guapinol

Dieser Baum kommt zwischen Mexiko und dem Amazonas vor. Zudem auf den Antilleninseln.

In Costa Rica ist er in allen Klimazonen bis zu etwa 1000m Höhe heimisch.

Der Guapinol kann schon in jungen Jahren eine imposante Erscheinung sein:

Seine überwiegend horizontal wachsenden Äste können doppelt so lang sein, wie der Baum hoch ist. Sein dichtes Blattwerk sticht durch sein dunkles Grün hervor.

In der Trockenzeit verliert der Baum all seine Blätter, nur um sie 2-3 Wochen später erneut austreiben zu lassen.

Man sagt, die Rinde des Baumes sei so hart wie Stein und könne dem Einschlagen von Nägeln widerstehen.

Im Gegensatz zum Schwarzen Guapinol (Cynometra hemitomophylla) sind die bifoliaren Blätter am Rand durchsichtig und besitzen auch über das Blatt verteilt kleine transparente Punkte.

Den getrockneten Blättern wird eine Wirksamkeit als Insektizid nachgesagt.

Die im Durchschnitt 3 bis 5 cm großen Blüten mit 5 Blütenblättern verströmen einen angenehmen Duft wenn der Baum in Blüte steht.
Dies ist auch die Zeit, wenn große Mengen an verschiedenen Bienenarten angezogen werden. Der Guapinol zählt zu den Tropen Bäumen Amerikas mit der besten Pollen- und Blütennektarproduktion, sowohl in Bezug auf Qualität als auch Quantität.

Die Hülsenfrüchte, die bis zu 15 cm lang werden können, sind extrem hart. Die Härte wird dem enthaltenen kristallisierten Baumharz zugeschrieben.

Ohne Hammer lassen sich die Schoten also nur schwer öffnen.

Die Schote beinhaltet bis zu fünf Samen, welche von einer ungewöhnlichen, trockenen, mehlartigen Substanz umgeben sind.

Nachdem die Schoten geöffnet wurden verströmen sie einen penetranten Geruch, der an stinkende Füße erinnert. Daher auch der Englische Name des Baumes: stinking toe

Das „Fruchtfleisch“ ist auch essbar und soll nahrhaft sein.

Es wird berichtet, dass Ureinwohner Zentralamerikas daraus den Pinolillo herstellten.

Pinolillo wurde demnach damals aus folgenden Zutaten hergestellt:

Mais, Erdnuss, Kakao und Guapinolfruchtfleisch. All dies wurde gemahlen und dann mit Wasser vermischt getrunken.

Noch heute trinkt man in Costa Rica in ländlichen Regionen Pinolillo.

Die Schale der Schoten kann im Übrigen gut zum Feuermachen benutzt werden.

Das Holz des Baumes wird im internationalen Handel auch als „Curbaril“, „Jatoba“ oder „Brazilian Cherry“ bezeichnet. Es kommt insbesondere für die Herstellung von luxuriösen Fußbodenbelägen zum Einsatz.

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Hauptinformationsquelle: El mundo forestal

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