Kannonenkugelbaum

Couroupita guianensis (auch Couroupita nicaraguarensis), span.: Bala de cañón, Zapote de mico

Dieser immergrüne Baum wird bis zu 35m hoch. Auffällig ist sein schöner, gerader Stamm ohne Brettwurzeln, der einen Durchmesser von 1,25 m erreicht.
Er ist in Amerika zwischen dem südlichen Nordamerika und dem nördlichen Südamerika verbreitet. Zudem kommt er in Indien, Sri Lanka und Südostasien vor.
Die Früchte dieses Baumes ähneln Kannonenkugeln und werden etwa handballgroß.
Sie bestehen aus zwei Schalen und einem segmentierten Fruchtfleisch, welches eine rosane Farbe hat. Im Fruchtfleisch versteckt befinden sich kleine, linsengroße Samen. Je nach Frucht zwischen 65 und 550 Stück. Das Fruchtfleisch sondert einen abstoßenden Geruch ab und kann einen leichten Brechreiz verursachen.
Die spektakulären Blüten des Baumes hingegen haben einen angenehmen Geruch.
Nach Kontakt mit dem Fruchtfleisch verliert sich der Geruch nur schwer. Dies dürfte auch den Menschen davon abhalten, das eigentlich essbare Fruchtfleisch zu verspeisen.


Ein Baum kann bis zu 1000 Blüten pro Tag und 150 Früchte tragen.
Die Früchte benötigen zwischen 12 und 18 Monaten zum Reifen.

Auf der roten Liste der IUCN wird der Baum als nicht gefährdet (Couroupita guianensis) bzw. unter dem Namen Couroupita nicaraguarensis als leicht gefährdet geführt.

Medizinischer Nutzen:
Ureinwohner des Amazonas nutzen Teile des Baumes zur Behandlung von Bluthochdruck, Tumoren, Entzündungen und Schmerzen. Auch zur Behandlung von Wunden (Fruchtfleisch), Zahnschmerzen (Blätter) und Malaria wird er verwendet.

Das Holz des Baumes ist eher minderwertig. Es ist sehr weich bis weich und wenn es frisch ist sondert es ähnlich der Früchte einen unangenehmen Geruch ab. Es wird für Kisten, Streichhölzer, Möbelinnenleben und für Musikinstrumente verwendet.

Der Kannonenkugelbaum ist in der Hindu Religion heilig, da dessen Blüten Naga, einer Halbgottheit ähnelten.

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