Wilder Cashew Baum

Anacardium excelsum, span.: Espavel

Dieser Baum kommt zwischen Guatemala im Norden und dem nördlichen Südamerika bis zu einer Höhe von 800 m.ü.d.N.M. vor.

Wahrscheinlich ist der spanische Name eine Verballhorung von „Es para ver“ („[Er] ist zum Sehen“).
Demnach wurde der Baum zur Zeit der Namensgebung als Aussichtspunkt genutzt.

Der Baum kann 45 m hoch werden und einen enormen Stammdurchmesser von 3 m erreichen.
Er bildet allerdings keine Brettwurzeln aus, sondern hat einen gerade, zylindrischen Stamm.

Man kann den Baum oft an den Ufern von Flüssen finden, wo er eine wichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl an Tieren darstellt.
Die Früchte erinnern an die des Cashew Baumes (Anacardium occidentale) und sind geröstet auch für den Menschen genießbar.
Fische, Säugetiere, Vögel und Reptilien gehören alle zu den Besuchern und Nutznießern dieses Baumes. Die nach Terpentin oder Gewürznelke duftenden Blüten ziehen Kolibris und verschiedene Bienen an. Affen fressen die rötlichen, leicht geschwollenen Blütenstängel (Scheinfrucht) der Früchte.

Der Baum wächst sehr schnell und ihm wird eine hohe CO2 Bindungsfähigkeit zugesprochen.
Das weiche Holz ist von minderer Qualität und findet im Möbelbau an von aussen nicht sichtbaren Stellen Verwendung. Beliebt ist der Baum bei Holzfällern jedoch schon, da beim Fällen eines ausgewachsenen Baumes eine Menge Holz auf einen Schlag verwertet werden kann.
Das Holz kann bei einigen Personen Ausschlag verursachen.
Von Ureinwohnern wird die Rinde des Baumes für zum Fischefangen verwendet.
Wird die zermahlene Rinde ins Wasser gegeben, kann sie Fische betäuben.

Der Sud aus Rinde und Blättern wird in der Volksmedizin auch gegen Durchfall eingesetzt. Zudem wird ihm antikonzeptive Wirkung zugeschrieben.


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